Keine Bustrasse durch den Aubachpark

Keine Bustrasse durch den Aubachpark

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Die Aktion "Keine Bustrasse durch den Aubachpark" hat das Ziel, die Burgweintinger Bürger über den Inhalt der Vorlage VO/10/5445/61 zu informieren und die darin vorgesehene Variante-2 zu verhindern.

Ende der Funkstille

StellungnahmenPosted by Johann Schmidt Fri, January 21, 2011 12:35:08

In seiner EMail vom 21.01.2011 hat Herr Hartl die Funkstille durchbrochen :

Sehr geehrter Herr Schmidt,

die deutsche Sprache scheint für manche eine schwere Sprache zu sein, offensichtlich auch für Sie. Ich hatte geschrieben, dass Sie als Privatperson angefragt haben, später haben Sie dann mein Antwortschreiben an Sie privat, plötzlich als Vertreter einer selbsternannten Bürgerinitiative ins Internet gestellt. Diese Vorgehensweise habe ich moniert. Also nicht ich war als Privatperson in meinem Schreiben gemeint, sondern Sie. (Siehe als Beweis untenstehende Kopie meines damaligen Schreibens)

.Ihre Konstruktion, wie ich als Privatperson an Informationen käme, usw. ist einfach Unsinn und soll ebenso, wie die Aufzählung meiner Ausschusssitze dazu dienen, mich in Misskredit zu bringen.

Der Sache Buslinie nach Burgweinting dient ihre Agitation nicht und wertet Ihren Einsatz bezüglich der Bustrasse als parteiisch ab.

Ich würde Sie noch einmal bitten, Falschdarstellungen zu unterlassen.

Die neue Buslinie wird ein Jahr getestet und erst dann werden Entscheidungungen bezüglich einer möglichen Änderung der Linienführung getroffen. Die Haushaltsmittel für eine Änderung der Trasse sind vom Stadtrat eingestellt worden, ob Sie benötigt werden, wird nach der Probephase entschieden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werde ich mit den Bürgerinnen und Bürgern aus Burgweinting die Sachlage erneut besprechen und erst dann entscheiden. Solange werden Sie sich gedulden müssen. Ich bin froh, dass hauptsächlich durch meine Initiative die neue Linie nach Burgweinting eingerichtet wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Hartl

  • Comments(3)

Posted by Johann Schmidt Fri, January 21, 2011 18:27:10

Sehr geehrter Herr Hartl,

um mich nicht wiederholen zu müssen, darf ich Sie bitten, meine letzte Email nochmals aufmerksam
durchzulesen. Den letzten Abschnitt darf ich dabei besonders betonen.

Von weiteren persönlichen Angriffen und Diffamierungen möchte ich Sie bitten in Zukunft
Abstand zu nehmen.

Hochachtungsvoll
Johann Schmidt

Posted by Johann Schmidt Fri, January 21, 2011 17:37:51

Die Antwort des Herrn Hartl vom 21.01.2011 17:09

Sehr geehrter Herr Schmidt

die Sache ist ganz einfach, mit dem Satz Sie als Privatperson waren Sie gemeint, nehmen sie das einfach so zur Kenntnis. Da ich den Satz geschrieben habe, werde ich wohl wissen, was ich gemeint habe. Sie als Privatperson sind sie, Ich als Privatperson bin ich.

Noch einmal im Klartext, wenn ich Ihnen etwas schreibe, dann erwarte ich von Ihnen, mich erst zu fragen, ob sie diesen Schriftverkehr anderen Personen zugänglich machen können. Dies sind für mich Anstandsregeln, die normalerweise einzuhalten sind. Daß Sie das offensichtlich nicht so handhaben, nehme ich zur Kenntnis.
Weiter gibt es momentan in der Sache nichts zu sagen, da weitere Überlegungen erst 2012 angestellt werden.

Daß Sie als direkter Anlieger einer möglichen Bustrasse die Sache nach dem Floriansprinzip beurteilen, ist mir klar, obwohl Ihnen beim Kauf des Grundstücks die im Bebauungsplan festgeschriebene Bustrasse bekannt gemacht wurde.
Trotz Ihrer, ich denke man kann schon sagen frechen und unverschämten Art, kann ich Ihnen versichern, wird mein Stimmverhalten im Stadtrat ausschließlich sachorientiert sein, selbst wenn sie dann davon profitieren würden.

Wie ich es als langjähriger Burgweintinger Stadtrat immer gehandhabt habe, werde ich vor einer Abstimmung den Bürgerinnen und Bürgern auf einer öffentlichen Veranstaltung den Sachverhalt vorstellen.



Mit freundlichne Grüßen


Norbert Hartl

Posted by Johann Schmidt Fri, January 21, 2011 12:37:39

Sehr geehrter Herr Hartl,

es freut mich, dass Sie sich mit diesem Einsatz um die deutsche Sprache bemühen.

Leider ließen Sie drei Monate verstreichen, bevor Sie mein vermeintliches Missverständnis
Ihrer Email vom 1. Oktober 2010 aufklärten. Sie ließen mich drei
Monate im Glauben, Sie hätten tatsächlich nur als Privatperson auf meine
Anfragen geantwortet. Das Wörtchen „nur“ ist dabei nicht abgewertet gegenüber Ihrer
Person gemeint, es soll lediglich ausdrücken, dass ich der Meinung war, mit einem
Vertreter des Stadtrats zu kommunizieren.

Die deutsche Sprache lässt Sprachkonstruktionen zu, wie sie In Ihrem Text zu finden sind. Den
eindeutigen Sinn, bzw. die vom Autor beabsichtigte Bedeutung erhalten diese Satzkonstruktionen
nur in der gesprochenen Sprache durch geeignete Betonung und Intonation.

Die Interpretation der geschriebenen Sprache setzt aber immer einen Kontext voraus,
um Mehrdeutigkeiten oder Ungenauigkeiten aufzulösen.
Der Kontext des Autors und der Rezipienten müssen nicht unbedingt identisch zu sein und sind es in der Regel auch nicht.

Um auf den entscheidenden Satz Ihrer Email vom 1. Oktober 2010 zurückzukommen, darf ich diesen
nochmals wiederholen :

„Sie haben bei mir als Privatperson im Sommer wegen der Bustrasse angefragt und ich habe ihnen darauf geantwortet. „

Als Leser Ihrer Email konnte ich die Phrase „…bei mir als Privatperson...“ nur verstehen als

„… bei mir in meiner Eigenschaft als Privatperson …“

Zum Einen wegen der Satzstellung und zum Anderen, weil Sie sich in allen Emails,
die ich bisher von Ihnen erhalten habe als Privatperson dargestellt haben.
Weder Ihrer Email-Adresse noch Ihre Email-Grüße ließen einen
Rückschluss auf Ihre Eigenschaft als Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion zu.

Der einleitende Satz Ihrer Email hätte in folgender Form unmissverständlich das ausgedrückt,
was Sie nun drei Monate später in Ihrer Email versucht haben als beabsichtigten Sinn darzustellen :

„Sie haben bei mir im Sommer wegen der Bustrasse angefragt und ich habe ihnen als Privatperson darauf geantwortet. „

Die Satzstellung der Eigenschaft „als Privatperson“ beim Objekt „Ihnen“ stellt eine eindeutige, unmissverständliche Zuordnung dar.

Ich muss zugeben, dass die deutsche Sprache ob gesprochen oder geschrieben nicht immer leicht ist.
Es ist auch nicht immer leicht, die adäquaten Umgangsformen zu treffen. Zum guten Ton zählt es
mit Sicherheit nicht, vermutete oder tatsächliche Schwächen seines Kommunikationspartners
offen zu benennen.

Natürlich muss ich auch zugestehen, dass man die Ironie als Stilmittel nur beschränkt einsetzen kann,
da Ironie - abhängig vom Zusammenhang - nicht selten als persönlicher Angriff gewertet wird.

Sehr geehrter Herr Hartl, ich darf Ihrem Schreiben entnehmen, dass Sie stolz sind, als Initiator die
neue Buslinie nach Burgweinting gebracht zu haben.

Dann dürfte es Ihnen ja auch nicht mehr so schwer fallen, auch als Initiator der ÖPNV-Trasse durch
das Hochwasserrückhaltebecken bzw. durch den Aubachpark mit uns Bürgern zu reden.
Unsere Fragen und Argumente wurden bisher weder beantwortet noch wiederlegt.

Die Stadt Regensburg hat im Investitionsprogramm 2011-2014 die Voraussetzungen für die
Umsetzung der ÖPNV-Trasse durch den Aubachpark geschaffen.
Warum sollte die Stadt Regensburg Mittel für diesen Zweck einplanen und damit binden,
wenn die Entscheidung noch nicht gefallen ist ?

Ein Missverständnis auf Ihrer Seite sollte noch ausgeräumt werden :
Bei unserer Aktion handelt es sich um keine Bürgerinitiative in Ihrem Sinn.
Wenn wir als engagierte Burgweintinger Bürger eine geschlossene Blog-Seite für unseren
Informationsaustausch verwenden, ist das wohl nur zeitgemäß.
In einer Ihrer letzten Emails haben Sie geäußert, Sie hätten nichts zu verbergen,
Ihre Aussagen wären wahrheitsgemäß. Was spricht dagegen, die Wahrheit für alle
zugänglich zu machen ?

Wir freuen uns auf einen konstruktiven und vor allem sachlichen Dialog.
Die deutsche Sprache, Grammatik und Semantik sowie die geistigen und
intellektuellen Fähigkeiten der Kommunikationspartner oder deren Affinität
zum ÖPNV oder MIV sind darin kein Thema.


Mit freundlichen Grüßen
Johann Schmidt